Schmerztherapie

 Über die Schmerzentstehung und deren Chronifizierung wird in der Literatur viel diskutiert und nach Behandlungskonzepten gesucht. Die schulmedizinische Behandlung von Schmerzen stützt sich vorwiegend auf  medikamentöse Behandlungen.

 

Diese Ansicht verwandelt die Schmerztherapie in eine überwiegende Schmerzverwaltung, ohne die Bedeutung der medikamentösen Schmerztherapie auch in einem kurativen Schmerztherapiekonzept mindern zu wollen. Das Hauptargument der medikamentösen und nur in solcher Form als wissenschaftlich bezeichneten Schmerztherapie ist die Absicht, eine Schmerzchronifizierung durch Schmerzmittelgabe verhindern zu wollen. Diese Absicht ist gut, funktioniert in der praktischen Anwendung jedoch nicht, da die schmerzauslösenden Ursachen sehr komplex wirken und als solche auch komplex zu therapieren sind.

Fakt ist,

  • dass der chronisch (Schmerz)-Kranke Probleme mit seinem übersäuerten Stoffwechsel hat,
  •  dass oft sog. Störfelder (z.B. Narben, Zahnherde, Entzündungen im Becken usw.) eine konditionierende Rolle spielen,
  • dass immer strukturelle Befunde (z.B. mit osteopathisch – chiropraktischer Befunderhebung) festgestellt werden können,
  • dass häufig biologische Fehlprogramme (z.B. Dauerstress, funktionelle Organstörungen, psychoemotionale Konfliktmuster usw.) eine Rolle spielen,
  • dass Fehlernährung und mangelnde Bewegung zu grundlegenden Fehlregulationen des Stoffwechsels führen
  • dass der chronisch Schmerzkranke auch oft immunologische Probleme hat, Lebensmittelunverträglichkeiten zeigt und nachweisbare toxische Gewebsbelastungen aufweist.

All diese (sicher nicht vollständigen) Gegebenheiten fügen unsere therapeutische Strategie in ein vollkommen neues Denkmuster , welches diese und andere Umstände hinterfragt, ordnet und nach prioritären  Gesichtspunkten einen Behandlungsprozess entstehen lässt, in dem sämtliche Behandlungsverfahren zur Neuordnung gestörter biologischer Regulation ihren Platz finden. Das bedeutet, dass der Behandlungsablauf immer den Gegebenheiten angepasst werden muss, die der Patient im Moment vorgibt. Diese zu diagnostizieren bedarf es über schulmedizinische Techniken weit hinausgehende Methoden, die sich nicht nur mit der Darstellung gestörter Strukturen (z.B. Röntgenbild, MRT, CT, Labor usw.) beschäftigen, sondern biologische Programme und Zusammenhänge  hinterfragen und in die Therapie einbeziehen.

Schmerztherapiekonzept

Das Auftreten von Schmerz als ein Warnsymptom erfolgt nach mannigfaltigsten Ursachen und führt oft zu einer raschen Chronifizierung, die mit Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses einhergeht (neuronale Plastizität).
 Der Sensibilisierungsprozess ist auch begleitet mit einer Instabilisierung hemmender innerer Schmerzkontrollmechanismen. Länger dauernder Schmerz geht mit einer Erschöpfung im Stoffwechsel einher, welche durch eine initiale Erhöhung des sympathischen Tonus und später durch einen generellen Energiemangel mit Übersäuerung gekennzeichnet ist. Neben neuroendokrinen Veränderungen der Schmerzwahrnehmung (z.B. Neurotransmitter Glutamat) kommt es zu genetischen Aktivitätssteigerungen mit der Bildung von Substanz P, die wiederum neue Schmerzrezeptoren induziert und zur Schmerzsensibilisierung beiträgt.

Muskuläre Verspannungen sind auch auf den Mangel an ATP  zurückzuführen. Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf.

Das Konzept zur Vermeidung chronischer Schmerzen erstreckt sich also einerseits auf eine präventive Analgesie, indem Akutschmerzen wirkungsvoll mit Schmerzmedikamenten (siehe WHO Stufenschema) behandelt werden. Andererseits jedoch müssen gleichzeitig und zwingend die schmerzauslösenden inneren Faktoren ausgeschaltet werden, die für den Schmerzentstehungsprozess und den Schmerzchronifizierungsprozess ausschlaggebend waren. Dieser Punkt ist für eine kurative Schmerztherapie, die auf eine Schmerzbeseitigung zielt unter schließlich völligem Verzicht auf Schmerzmedikamente, wichtigster Gegenstand für therapeutische Überlegungen.

Für diesen Prozeß spielen alle Behandlungsverfahren mit Wirkung auf den Stoffwechsel, die Struktur, das Immunsystem und die Psyche eine herausragende Rolle.

Medikamentöse Schmerztherapie

Die medikamentöse Schmerztherapie erfolgt nach den Richtlininen des WHO Stufenschemas. Dieses wurde ursprünglich für die Schmerztherapie von Tumorpatienten entwickelt. In der Zwischenzeit wird dieses Handlungsschema als grundsätzliches Therapieschema empfohlen. Es werden dabei leichte, mittelschwere und schwere Schmerzen unterschieden und entsprechend differenziert mit Medikamenten behandelt. Durch die Gabe von Schmerzmitteln insbesondere Morphinpräparaten soll der Schmerzchronifizierungsprozess verlangsamt oder verhindert werden. In Deutschland gibt es inzwischen nach Schätzungen ca. 10 Mio. Menschen mit chronischen Schmerzzuständen.

Diese Zahl stimmt nachdenklich, auch über die gegenwärtig empfohlenen schmerztherapeutischen Vorgehensweisen.

Funktionelle Schmerztherapie

Unter funktioneller Schmerztherapie können alleBehandlungsverfahren aufgeführt werden, die durch ihre speziellen Wirkungen an den schmerzauslösenden biologischen Regulationsstörungen korrigierend eingreifen.
Hier können Behandlungsverfahren unterschieden werden, die ihre Hauptwirkung auf die Struktur, auf den Stoffwechsel und auf biologische Programme richten.

Ziel ist also nicht nur, den Schmerz durch entsprechende Schmerzmittel zu dämpfen oder auszuschalten, sondern durch die Induktion eines zielorientierten Heilungsprozesses die Schmerz auslösenden Ursachen zu eliminieren.

Dazu bedarf es spezieller diagnostischer Verfahren zur Befunderhebung und entsprechender Behandlungsverfahren, mit denen zielgerichtet Korrekturen gesetzt werden können.

Solche diagnostischen Verfahren sind z.B. chiropraktisch- osteopathische Befunderhebungen,

neurologische Untersuchungstechniken, Thermografieverfahren, Regulationsmessungen über definierte elektrische Impulse, die Heart Rate Variability, die Bioelektronische Terrain Analyse nach Vincent, die Dunkelfeldmikroskopie n. Prof. Enderlein, Kinesiologische Untersuchungsverfahren, Hormonanalysen, psycho- emotionale Funktionstests, homöopathische Anamnesen usw. und dies immer im Kontext zu schulmedizinischen diagnostischen und therapeutischen Denkansätzen.

So lässt sich ein Konzept entwickeln, welches umfassende Informationen über die Struktur, den Stoffwechsel, das Immunsystem, die biologischen Programme und die Regulation enthält. Die therapeutischen Ansätze und die Behandlungsergebnisse unterscheiden sich dann erheblich gegenüber ausschließlich schulmedizinischen Routinen.

 

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